Manchmal ist da diese Wut, die scheinbar aus dem Nichts kommt.
Tränen wegen einer Kleinigkeit.
Ein „Nein!“, das durch den ganzen Raum schallt.
Oder eine Angst, die wir Erwachsenen vielleicht gar nicht richtig verstehen können.
Und manchmal stehen wir daneben und würden so gerne helfen.
Wir erklären. Wir beruhigen. Wir suchen nach einer Lösung.
Dabei braucht ein Kind in diesem Moment vielleicht gar keine Lösung.
Vielleicht braucht es zuerst einfach jemanden, der bleibt.
Jemanden, der das Gefühl nicht wegmachen möchte.
Der nicht sagt: „Das ist doch nicht so schlimm.“
Sondern der vermittelt:
„Ich sehe dich. Es ist gerade wirklich schwer für dich. Und ich bin da.“
Gefühle dürfen da sein – auch die lauten, wilden und unbequemen.
Und wir Eltern müssen dabei nicht immer die perfekten Worte finden. Manchmal ist unser Dableiben schon ganz viel.
Denn Verbindung entsteht nicht nur in den leichten Momenten. Manchmal wächst sie gerade dort, wo es schwierig wird.